VDI Beschleunigung durch Kostenbremse ?

VDI Beschleunigung durch Kostenbremse ?

Wer kennt nicht das Problem, entweder wurde das VDI Projekt aufgebaut und die Benutzer beschweren sich über die Performance oder man hat von vornherein richtig gesized und die berechneten Kosten haben das Projekt gestoppt oder verschoben.

Wie auch immer, meistens liegt es am benötigten Speicher, und damit das auch klar ist, nicht an der Grösse dieses, sondern an der Anzahl der Laufwerke, den diese bestimmt die möglichen IO’s selbst wenn der Speicherplatz dieser Disken nur zu einem Bruchteil genutzt werden.
Zusätzlich reden wir dort noch meistens von Tier 1 Speicher und somit von 5-6 stelligen Beträgen.

Gesucht werden also Lösungen, die kostengünstig IO’s zur Verfügung stellen und mit möglichst wenig Aufwand implementiert werden können.
Im Artikel auf den verlinkt wurde, wird Liquidware Labs Flex-IO vorgestellt, welches seit Ende letzten Jahres dort erhältlich ist und dies versucht genau dies zu erreichen.

Flex-IO ist bei weitem günstiger als die meisten diskbasierten Lösungen und kostet etwas weniger als 3000,- $ / ESX Host. Ausserdem benutzt es nur einen Teil des servereigenen RAM und auch die Implementation ist in drei Schritten erledigt, denn es handelt sich um eine virtuelle Appliance und diese braucht keine zusätzliche Serverhardware wie auch keine zusätzlichen Laufwerkslösungen oder Einsteckkarten.

Flex-IO läuft auf den meistgenutzten Non-Persistant VDI Lösungen wie VMware und Citrix und damit sind wir auch schon bei den Einschränkungen, denn Persistant wird aus gutem Grund nicht unterstützt.

Ausser das man sich derzeit vermehrt darüber streitet, welches denn die sinnvollere Lösung sei (ich würde sagen, das kommt auf den Usecase an und lässt sich nicht religiös beantworten), ist natürlich Non-Persistant oder Stateless in der Regel die kostengünstigere Lösung, erfordert aber einiges an Anpassung und Dazulernen im IT Betrieb.
Zweitens habe ich bei Non-Persistant natürlich ein deutlich weniger grosses Backup/Restore Problem bzw. Problem der Desktop Sicherung, und alle Hersteller von IO Beschleunigung mit Unterstützung von persistant Lösungen müssen sich dort etwas einfallen lassen, denn es befinden sich plötzlich grosse Teile der persönlichen Arbeitsplätze im Speicher eines Servers, der unter Umständen einmal ausfällt, und somit mit ihm die virtuellen Desktops bzw. die Teile davon, die sich noch im Cache befinden. Auch sollten die Failover Mechanismen der VDI Lösungsanbieter möglichst unterstützt werden, d.h. wenn ein Server ausfällt und woanders gestartet wird, sollten die Cachedaten natürlich mitwandern.

Hat man sich also zu einer Non-Persistant VDI Lösung entschieden und möchte den Benutzern möglichst viele IO’s zur Verfügung stellen, reden wir bei ca. 25000 IO’s von 250 IO’s / Benutzer bei 100 Benutzern pro Server und dies ist ein vielfaches dessen, was wir normalerweise zur Verfügung haben. D.h. wir haben nicht nur Benutzer mit Ultraschnellen virtuellen Desktops sondern bekommen dies auch zu einem kleinen Preis, denn 3000,- $ / Host lassen sich meistens aus der Kasse bezahlen, während eine neue zusätzliche Disklösung oder deren Ausbau das IT Budget sprengt und evtl. erst mal beantragt werden muss und evtl. auch erst im nächsten Jahr zur Verfügung steht oder ausgeschrieben werden muss, etc. etc.

Für mich ist IO Beschleunigung also ein klares GO und sollte Heute bei jedem Projekt mit eingeplant werden, ob nun von Liquidware Labs oder von anderen Herstellern wie Atlantis, Fusion IO, etc

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